Die ersten Lämmchen sind da!

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HERMANNSBURG. Es ist Lamm­zeit in der Mis­sel­hor­ner Hei­de. Wäh­rend das Sturm­tief YLENIA übers Land fegt, wur­den ges­tern mor­gen am 17. Febru­ar 2022 wie­der zwei Läm­mer am Schaf­stall an der Mis­sel­hor­ner Hei­de gebo­ren. Anfang Febru­ar erblick­ten die ers­ten Läm­mer das Licht der Welt und hop­sen nun fröh­lich durch den Stall.


Gebur­ten­zeit im Schaf­stall an der Mis­sel­hor­ner Hei­de

Nach­wuchs ist da: Ein Lämm­chen nach dem ande­ren erblickt im Schaf­stall an der Mis­sel­hor­ner Hei­de das Licht der Welt. Im Febru­ar beginnt hier die Lamm­zeit und Schä­fe­rin Bar­ba­ra Mori­na-Braun hat alle Hän­de voll zu tun. Und der blö­ken­de Kin­der­gar­ten wächst. Die ers­ten Läm­mer wur­den Anfang Febru­ar gebo­ren. Die ers­ten zwei Lämm­chen, die das Licht der Welt erblick­ten, sind Zwil­lin­ge – und hop­sen und hüp­fen ver­gnügt durch den Stall. Wer ein­mal hier Lämm­chen gucken war, will es immer wie­der tun. Denn die klei­nen süßen Lämm­chen, die unbe­schwert durchs Stroh hüp­fen und hop­sen, las­sen das Herz eines jeden Tier­lieb­ha­bers höher schla­gen. Kurz: Lämm­chen machen glücklich.

Am ande­ren Ende des Stalls schleckt ein Schaf gera­de sein brau­nes Lämm­chen ab. Es wur­de gera­de gebo­ren. Die Schä­fe­rin ist zufrie­den. „So, das sieht gut aus”, sagt sie. Es springt auf, ist vital und sucht gleich den Euter. So ein­fach ist es aller­dings nicht immer, so die Schä­fe­rin. Manch­mal muss man bei den Gebur­ten auch hel­fen, wenn das noch nicht so klappt. Und es gibt auch immer wie­der mal eini­ge Mut­ter­scha­fe, die die Läm­mer bei der ers­ten Geburt nicht immer sofort anneh­men. Da muss der Mensch dann auch mit­hel­fen. Nach der Geburt bekom­men alle Müt­ter und Kin­der Zeit, um sich anein­an­der zu gewöh­nen – in einem abge­trenn­ten Teil im Schaf­stall. Hier wer­den sie zusam­men die nächs­ten Wochen ver­brin­gen, bis sie dann irgend­wann im Früh­jahr mit der Her­de durch die Hei­de laufen.

Die­ses Lämmchen ist zwei Wochen alt und lebt im Schaf­stall Mis­sel­hor­ner Hei­de. Foto: Bar­ba­ra Burkart

Schnu­cken wer­den tra­di­tio­nell gehütet

Die wohl bekann­tes­te Art der Hei­de­pfle­ge ist die tra­di­tio­nel­le Bewei­dung mit Heid­schnu­cken. So auch in der Mis­sel­hor­ner Hei­de. Jeden Mor­gen zieht Schä­fe­rin Bar­ba­ra Mori­na-Braun mit ihren Heid­schnu­cken los in die Hei­de. Beson­der­heit der Schnu­cken­her­de vom Schaf­stall an der Mis­sel­hor­ner Hei­de ist, dass die Her­de nicht nur Heid­schnu­cken wie die Grau Gehörn­te umfasst, son­dern auch Tie­re der Ras­se Cobur­ger Fuchs­schaf. Der Fami­li­en­be­trieb ist nun­mehr seit 36 Jah­ren in der Mis­sel­hor­ner Hei­de ansäs­sig und pflegt im Auf­trag für den Land­kreis die Hei­de­flä­chen. Frü­her traf man auch den den Vater von Bar­ba­ra Mori­na-Braun an. Heu­te genießt der Schä­fer Richard Braun sei­nen Ruhe­stand und sei­ne Toch­ter Bar­ba­ra Mori­na-Braun zieht mit ihren rund 400 Heid­schnu­cken täg­lich durch die Heide.

Tra­di­tio­nel­le Landschaftspflege

Die Pfle­ge der Hei­de­flä­chen ist immens wich­tig, um die­se zu erhal­ten. Die tra­di­tio­nel­le Art ist dies mit Heid­schnu­cken zu machen. Denn die Heid­schnu­cken ver­bei­ßen jun­ge Bäu­me und ver­hin­dern so, dass sich Bir­ken- und Kie­fern­wäl­der auf den Hei­de­flä­chen aus­deh­nen kön­nen. Gleich­zei­tig pfle­gen sie auch die Hei­de. Die Hei­de­pflan­zen soll­ten auf einer Län­ge von 15 Zen­ti­me­tern gehal­ten wer­den, um jung und dicht zu blei­ben und um ihre Blü­ten­pracht ent­wi­ckeln zu kön­nen. So kön­nen wir Jahr für Jahr die schö­ne blü­hen­de Hei­de­land­schaft genie­ßen und sie bleibt auch für die nächs­ten Jah­re erhalten.

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