HERMANNSBURG. Nachdem bereits einige Gemeinden im Landkreis Celle die Straßenausbaubeiträge abgeschafft haben, haben sich jetzt auch Bürger der Gemeinde Südheide zusammen gefunden, um aktiv gegen die in der Gemeinde Südheide immer noch erhobenen Straßenausbaubeiträge vorzugehen.
Ende Oktober wurde aus diesem Grund die „Bürgerinitiative gegen Straßenausbaubeiträge in der Gemeinde Südheide“ gegründet. Die BI ist nun fleißig dabei mit gelben Plakaten und Bannern, Handzetteln und unter ihrem Internetauftritt (www.strabs-suedheide.de) auf ihr Anliegen aufmerksam machen.
In Hermannburg mussten und müssen die Anlieger von Heidberg, Museumstraße, Sägenförth und Schlüpker Weg bis zu 75 Prozent der Kosten für die Erneuerung der Straßen tragen. Tausende von Euro, die nach der teilweise sehr teuren Erneuerung der Straßen fällig werden, stellen somit eine sehr hohe finanzielle Belastung für viele Bürger dar.
In Niedersachsen haben schon viele Gemeinden die Straßenausbaubeiträge abgeschafft. Im Landkreis Celle waren das unter anderen Winsen/Aller und Hambühren. Weitere Gemeinden in Niedersachsen bzw. im Landkreis sind in teilweise schon weit fortgeschrittenen Diskussionen mit ihren Einwohnern und Einwohnerinnen bzw. mit den jeweiligen Bürgerinitiativen .
In Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Bayern und Rheinland-Pfalz werden schon lange keine Straßenausbaubeiträge mehr erhoben. Alternativ zu den Straßenausbaubeiträgen wird meist die Grundsteuer erhöht, welches auch die Bürgerinitiative aus Südheide anstrebt. Statt auf einen Schlag tausende von Euro, würde dann monatlich ein kleiner Betrag von ein paar Euro fällig.
Laut Kenntnis des Sprechers der Bürgerinitiative, Frank Huchler, ist von der Gemeinde Südheide jedes Jahr die Erneuerung einer Straße geplant; in 2021 die Bahnhofstrasse sowie voraussichtlich in 2022 der Wilhelm-Ottermann-Weg. Daneben steht noch die Siedenholzbahn im Ortsteil Unterlüß an. Weitere Straßen wurde noch nicht definiert.





