Südheide. Es wird mit Gewehren und Panzern geschossen, es wird mit Raketen zerstört, es werden Bomben abgeworfen. Und das in Europa, wo viele von uns bis vor kurzem gesagt haben, dass diese Zeiten seit glücklicherweise seit vielen Jahren vorbei sind. Die Geschehnisse in der Ukraine zeigen, wie schnell Frieden, Freiheit und Glück zerstört werden können und wie verletzlich auch wir sind. Mitten in unser Entsetzen, unser Mitgefühl, unser Beten und unsere Hilfsbereitschaft hinein kommen Fragen, wie es zu diesem Krieg kommen konnte. Eindeutige Antworten werden sich hier nicht so leicht finden lassen, aber eine Beschäftigung mit Hintergründen und ein Austausch mit anderen sind unverzichtbar für die eigene Meinungsbildung.
Stephan Haase, Leiter des Evangelischen Bildungszentrums (EBH) freut sich, mit David Bodammer und Waldemar Rausch zwei Referenten für Impulsvorträge aus ganz unterschiedlicher Perspektive gewinnen zu können. Bodammer, Bundeswehrsoldat bei der Luftwaffe und engagiert in Fragen politischer Bildung, hat bereits vor zwei Jahren im EBH zur damals bereits nicht einfachen Situation in der Ukraine berichtet. Er gibt Einblicke in geschichtliche und aktuelle politische Entwicklungen im östlichen Europa, unterschiedliche Staatsstrukturen sowie Machtverhältnisse und Abhängigkeiten unter- und voneinander.
Rausch, als Pastor einige Jahre in Russland tätig, ist jetzt im Ev.-luth. Missionswerk Referent für die Russische Föderation. Er lädt neben einem Blick aus kirchlicher Perspektive dazu ein, die Menschen auf beiden Seiten des Krieges in den Blick zu nehmen. Auch dort verstehen viele die plötzliche feindliche Gesinnung der Völker nicht.
Anschließend ist Zeit, mit den Referenten und auch unter den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen. Was macht Angst und worum sorgen wir uns. Aber auch was können wir jetzt tun und wo werden unsere Meinung und unsere Hilfe benötigt.
Die kostenfreie Veranstaltung des Evangelischen Bildungszentrums findet am 20. März von 17.00 – 19.00 Uhr im Saal des EBH, Lutterweg 16, Hermannsburg statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen




