SÜDHEIDE. Hü und hott. Erst öffnen, dann schließen: Der Landkreis Celle ist seit letzter Woche Donnerstag eine Hochinzidenzkommune. Seit Samstag sind wieder alle Geschäfte geschlossen. Und gestern war wieder Corona Gipfeltreffen…
Shutdown bis 18. April
Es war schon vorher durchgesickert: das Verlängerungsdatum des Shutdowns – der 18. April. Gestern Nacht haben sich Bund und Länder nach stundenlangen Beratungen auf eine Verlängerung des Shutdowns bis zum 18. April geeinigt.
Notbremse im Landkreis Celle schon seit 20. März in Kraft
Am 22. März, Dienstag vormittag, am Tag des Bund-Länder-Treffens, liegt die Inzidenz im Landkreis Celle bei 131,8 / 91 Neuinfektionen seit Freitag. Die 7‑Tage-Inzidenz für den Landkreis Celle ist seit letzter Woche über 100 mit mehr als drei Tagen in Folge angestiegen. Deshalb hatte der Landkreis am Donnerstag, 18. März eine Allgemeinverfügung erlassen, dass der Landkreis Celle eine Hochinzidenzkommune ist. https://www.landkreiscelle.de/index.php?tx_ddpresseinfo_pi1%5Bart%5D=info&tx_ddpresseinfo_pi1%5Bid%5D=2558
Diese Verfügung gilt seit Samstag, 20. März 2021. Das heißt: Es gelten die Regeln, die schon vor dem 7. März gegolten haben. Geschäfte sind wieder geschlossen. Ausgenommen sind Blumenläden und Tierfutterbedarf. Friseure bleiben geöffnet. Buchhandlungen unter den Corona-Auflagen auch.
Folgende Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz gelten für Niedersachsen. Ministerpräsident Stephan Weil erläuterte die Umsetzung des MPK-Beschlusses in Niedersachsen heute um 13 Uhr in der Landespressekonferenz. „Die Dynamik der Welle müssen wir brechen“, sagt Stephan Weil. Weiter ist Weil mit dem Ergebnis der gestrigen Bund-Länder-Sitzung zufrieden.
Kein kontaktloser Urlaub
Von den Plänen des kontaktlosen Urlaubs in Niedersachsen nahm Stephan Weil Abstand, um die gesamte Strategie in der Pandemie zu verfolgen. Keine Hoffnung für die Tourismusbranche zurzeit in Sicht. Und auch kein Osterurlaub in Niedersachen, in Deutschland.
Verschärfte Regeln für unsere Region
Für Regionen, die über der 100-Inzidenz liegen – also auch der Landkreis Celle – wurde in der Nacht zu heute beim Bund-Länder-Treffen folgendes beschlossen:
- Ausgangsbeschränkungen und verschärfte Kontaktbeschränkungen
- Tagesaktuelle Corona-Tests „in Bereichen, in denen die Einhaltung von Abstandsregeln und konsequente Maskentragung erschwert sind“
- Tragepflicht medizinischer Masken von Mitfahrern auch im privaten Pkw bei Mitfahrern aus einem anderen Hausstand
Der Bund wird eine gesamte Verfügung schreiben.
Mega-Shutdown über Ostern
Über die Oster-Tage vom 1. April (Gründonnerstag) bis 5. April (Ostermontag) ist ein als „erweiterte Ruhezeit zu Ostern“ bezeichneter harter Shutdown beschlossen worden, bei dem selbst die zwei regulären Werktage Gründonnerstag und Karsamstag als „Ruhetage“ definiert werden, an denen folgendes gilt:
- Ansammlungsverbot
- Supermärkte dürfen an Karsamstag teilweise öffnen (nur Lebensmittelversorgung)
- Bereits geöffnete Außengastronomie muss schließen
- Private Zusammenkünfte sind nur mit zwei Hausständen und maximal fünf Personen erlaubt (ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren, Paare zählen als Hausstand)
Da dürfte an den Tagen vorher bei Edeka, Aldi, Netto und Penny in Hermannsburg ein starker Ansturm bei der Lebensmittelversorgung für die Osterfeiertage zu erwarten sein.
Keine Präsenzgottesdienste an Ostern
Auch soll es über die Osterfeiertage nach Möglichkeit keine Präsenzgottesdienste geben. Kirchen und Religionsgemeinschaften werden gebeten, an Ostern nur Online-Angebote für die Gläubigen zu machen.
Das nächste Bund-Länder-Treffen findet am 12. April statt.




