Weihnachten in Hermannsburg

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HERMANNSBURG. Schon wie­der ist es soweit. Weih­nach­ten steht vor der Tür: Auch wenn die­ses Jahr nach zwei Jah­ren Pan­de­mie nicht so recht bei jedem Weih­nachts­stim­mung auf­kom­men will, wenigs­tens kann man die­ses Jahr in Got­tes­diens­te zu Weih­nach­ten. Auch in Her­manns­burg. Eine Tra­di­ti­on, die für vie­le Fami­li­en zum Weih­nachts­fest ein­fach dazu gehört…

Die Zeit rund ums Weih­nachts­fest steckt vol­ler Tra­di­tio­nen. Wel­che Tra­di­tio­nen und Bräu­che zu Weih­nach­ten in Deutsch­land gibt es und wo kom­men sie her. Wer erfand den Advents­kranz? Woher kommt das Christ­kind? Dies erfah­ren Sie im fol­gen­den Text.

Eins vor­ab: Das Team vom Her­manns­bur­ger Jour­nal wünscht allen Lese­rin­nen und Lesern fro­he Weih­nach­ten und ein fried­li­ches, geseg­ne­tes Fest.

Zumin­dest kein Lock­down die­ses Jahr. Jeder­mann und jeder­frau konn­te noch zum Fri­seur zu Weih­nach­ten, der ein­zel­han­del hat geöff­net und so kön­nen wir, kann man auch noch hie­si­ge Ein­zel­händ­ler unter­stüt­zen anstatt online zu kau­fen. Bei Marie Lavie in Her­manns­burg gibt es bei­spiels­wei­se sat­te 25% auf jedes Teil, was bis zum 23.12. geshop­pt wird. Unter­stüt­zen wir die hie­si­gen Ein­zel­händ­ler. Wer weiß, ob im Janu­ar 2022 nicht wie­der ein Lock­down wegen Omi­kron droht.

Aber zurück zu den Traditionen rund um Weihnachten:

Kirch­gang in Her­manns­burg ist mit der bekann­ten 2G-Rege­lung mög­lich + FP2-Mas­ke und evtl. Anmel­dung online.

St. Peter und Paul Kirche

Gottesdienste

Fr, 24. Dezem­ber 2021 14:30 – 15:00 Uhr
Got­tes­dienst mit Krip­pen­spiel drin­nen in der Kirche

Fr, 24. Dezem­ber 2021 15:30 – 16:00 Uhr
Christ­ves­per in Bonstorf

Fr, 24. Dezem­ber 2021 16:00 – 16:45 Uhr#
Christ­ves­per drau­ßen neben der Kirche

Fr, 24. Dezem­ber 2021 17:00 – 17:45 Uhr
Christ­ves­per drin­nen in der Kirche

Fr, 24. Dezem­ber 2021 18:00 – 18:45 Uhr
Christ­ves­per drau­ßen neben der Kirche

Kleine Kreuz Kirche

Fr., 24. DezHei­li­ger Abend15.00 KKK sup.mn 16.00 Uhr Olden­dorf-Dorf­platz sup.mn 17.00 Uhr KKK sup.mn  Koll.: Gemeinde 18.00 Uhr sup.mn Koll.: Gemeinde
Sa., 25. DezWeih­nach­ten I 9.30 Uhr HGD sup.mn Koll.: LKM
So., 26. DezWeih­nach­ten II9.30 Uhr HGD sup.mn Koll.: LKM  

Und Hei­lig­abend in der gro­ßen Kreuz­kir­che in Hermannsburg.

Wei­te­re Infos auf:

https://www.grossekreuz.de/start

Hätten Sie es gewusst?

Erfah­ren Sie mehr über die Geschich­te rund um die Tra­di­tio­nen rund um die Weihnachtszeit:

Der Advents­kranz
Advent, Advent ein Licht­lein brennt… Ursprüng­lich bestand der Advents­kranz aus 24 Ker­zen und war aus Holz. Hin­rich Wichern, ein evan­ge­li­scher Theo­lo­ge und Erzie­her hat ihn erfun­den. 1839 über­gab er den Kranz an sei­ne Schütz­lin­ge. So konn­ten die­se selbst abzäh­len, wie vie­le Tage sie noch auf das Weih­nachts­fest war­ten müs­sen. Heu­te hat der Advents­kranz vier Ker­zen, die an den Advents­sonn­ta­gen nach­ein­an­der ange­zün­det werden.

Der Advents­ka­len­der
Die Tage bis Weih­nach­ten zäh­len und sich jeden Tag über eine lecke­re Über­ra­schung freu­en. Für die kleins­ten Fami­li­en­mit­glie­der ist das Zäh­len der Tage bis zum 24. Dezem­ber ein beson­de­res Spek­ta­kel und erfreut sich gro­ßer Beliebtheit.

Weih­nachts­plätz­chen backen
Wer sich auf Weih­nach­ten ein­stim­men will, der ver­wan­delt sei­ne Küche in der Zeit davor garan­tiert das ein oder ande­re Mal in eine Weih­nachts­bä­cke­rei. Das Backen von Plätz­chen, Zimt­ster­nen und Leb­ku­chen­häu­sern gehört bei vie­len zu den klas­si­schen Tra­di­tio­nen und Brauch­tü­mern in der Vor­weih­nachts­zeit. Das Schö­ne dabei ist, dass die­ser Brauch auch ein lecke­res End­ergeb­nis zum Naschen und Genie­ßen hervorbringt.

Besuch ver­schie­de­ner Weih­nachts­märk­te
Schon im Spät­mit­tel­al­ter dräng­te man sich wäh­rend der Vor­weih­nachts­zeit über Weih­nachts­märk­te. Aller­dings nicht zum Glüh­wein trin­ken, son­dern um sich für die kal­te jah­res­zeit mit Lebens­mit­teln ein­zu­de­cken. Spä­ter durf­ten auch Hand­wer­ker, Spiel­zeug­ma­cher und Süß­wa­ren­händ­ler ihre Waren anbie­ten. Heu­te fin­det man Weih­nachts­märk­te auf der gan­zen Welt. Beson­ders bekannt für ihre Weih­nachts­märk­te sind Nürn­berg, Dres­den und Aachen. Was wäre die Weih­nachts­zeit ohne einen Besuch auf dem Weih­nachts­markt. Nur halb so schön. Die­ses Jahr fiel die­se belieb­te Tra­di­ti­on im zwei­ten Coro­na Win­ter pan­de­mie­be­dingt groß­teils aus. Lei­der. Auch bei uns in Her­manns­burg. Dafür waren die Land­wir­te mit ihren Tre­ckern am vier­ten Advent unterwegs.

Stie­fel put­zen für den Niko­laus­tag
Vor der gro­ßen Besche­rung am 24. Dezem­ber gibt es für vie­le Kids noch eine klei­ne Besche­rung, und zwar am 06. Dezem­ber. Der all­seits bekann­te und belieb­te Niko­laus­tag geht mit einer wei­te­ren Tra­di­ti­on ein­her. Am 05. Dezem­ber put­zen die Kin­der näm­lich ihre Stie­fel oder Schu­he, die anschlie­ßend vor die Haus- oder Zim­mer­tür gestellt wer­den, damit der Niko­laus die­se mit Klei­nig­kei­ten befül­len kann.
Der Weih­nachts­baum
Der Tan­nen­baum zu Weih­nach­ten war frü­her ein Pri­vi­leg der Rei­chen. Erst im 19. Jahr­hun­dert als ver­mehrt Tan­nen- und Fich­ten­wäl­der ange­legt wur­den, konn­ten sich immer mehr Fami­li­en einen Weih­nachts­baum leis­ten. Heu­te fin­det er in so gut wie jedem deut­schen Wohn­zim­mer zu Weih­nach­ten einen Ehren­platz: Der Weih­nachts­baum ist ein Muss für die besinn­lichs­te Zeit des Jah­res. Denn zu den wohl belieb­tes­ten und bekann­tes­ten Tra­di­tio­nen gehört der Weihnachtsbaum.

Das Christ­kind kommt
Im Mit­tel­al­ter wur­den Kin­der noch am 6. Dezem­ber vom Hei­li­gen Niko­laus beschenkt. Pro­tes­tan­ten hiel­ten jedoch nichts von die­ser katho­li­schen Hei­li­gen­ver­eh­rung. Und so sorg­te wahr­schein­lich der refor­ma­tor Mar­tin Luther dafür, dass die Besche­rung auf den
24. Dezem­ber ver­legt wur­de. Seit daher brach­te nun das “Christ­kind” die Geschenke.

Die Besche­rung
In den meis­ten Län­dern fei­ern die Men­schen die Besche­rung erst am 25.12. Bei uns in Deutsch­land wird aller­dings schon einen Tag frü­her zele­briert. Am 24. Dezem­ber ist Hei­lig­abend und jede Fami­lie hat an die­sem beson­de­ren Tag eini­ge Tra­di­tio­nen. Wäh­rend eini­ge gemein­sam den Baum schmü­cken, ste­hen ande­re stun­den­lang in der Küche, um ein lecke­res und fest­li­ches Mahl für die Fami­lie zu zau­bern. Eins ist aller­dings über­all fast immer gleich: in der Regel folgt nach dem Essen die Besche­rung. Damit ist der Teil des Abends gemeint, wo end­lich die Geschen­ke aus­ge­packt wer­den dür­fen. Bei fest­li­cher Weih­nachts­mu­sik kommt dabei noch mehr besinn­li­che Stim­mung auf. das Wort Besche­rung kommt übri­gens vom mit­tel­hoch­deut­schen Wort “beschern”, was so viel wie “zutei­len von Gott” bedeu­tet. Hin­ter­grund war also die Auf­fas­sung, dass die Weih­nachts­ge­schen­ke gött­li­che Gaben sei­en als Gaben des Chris­tus­kin­des. Die­ser Glau­be hält sich bei eini­gen klei­nen Kin­dern bis heute.

Geschen­ke kau­fen
Was wäre ein Weih­nachts­baum ohne Geschen­ke? Im 21. Jahr­hun­dert gehört das zu Weih­nach­ten wie der Baum selbst. Aller­dings gibt es auch mitt­ler­wei­le Fami­li­en, die sich dem Kon­sum­zwang ent­zie­hen und bewusst auf Weih­nachts­ge­schen­ke verzichten.

Weih­nachts­gans oder Kar­tof­fel­sa­lat
Das Weih­nachts­fest wird in den meis­ten Fami­li­en tra­di­tio­nell mit einem bestimm­ten Weih­nachts­es­sen ver­bun­den. Bei den einen ist es die Weih­nachts­gans, bei den ande­ren ganz sim­pel der Kar­tof­fel­sa­lat mit Würstchen.

Hei­lig­abend – nächt­li­che Besinn­lich­keit
Last but not least: Jedes Jahr lockt sie Men­schen in die Kir­che, die dort sonst eher sel­ten anzu­tref­fen sind: die Christ­met­te. Die tra­di­tio­nel­le Mit­ter­nachts­mes­se an Hei­lig­abend. Das Wort “Met­te” kommt aus dem Latei­ni­schen und bedeu­tet “mor­gend­lich”. Bis ins 18. Jahr­hun­dert fand die Mes­se näm­lich in den frü­hen Mor­gen­stun­den des 25. Dezem­ber statt.

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