Osterfeuer dürfen wieder brennen

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Her­manns­burg. Nach zwei Jah­ren Coro­na-Zwangs­pau­se:  Es dür­fen wie­der Oster­feu­er bren­nen. In Her­manns­burg fin­det das tra­di­tio­nel­le Oster­feu­er in Baven am Kar­sams­tag auf dem Schüt­zen­platz um 18.00 Uhr statt. Eben­falls Oster­feu­er in Becke­dorf, Olden­dorf und Lutterloh…


Die letz­ten zwei Jah­re waren Coro­na bedingt kei­ne Oster­feu­er mög­lich. Jetzt ist es end­lich wie­der soweit: Die Tra­di­ti­on des Oster­feu­ers, meis­tens am Oster­sams­tag, darf wie­der zele­briert wer­den. Nach zwei Jah­ren Coro­na-Zwangs­pau­se: Fast alle Kom­mu­nen in der Regi­on Han­no­ver haben sich in die­sem Jahr ent­schie­den, wie­der Oster­feu­er zu ver­an­stal­ten. So auch in Hermannsburg.

Hier bren­nen die Oster­feu­er am Kar­sams­tag, 16. April 2022:

Her­manns­burg Baven, Orts­feu­er­wehr Baven, Schüt­zen­platz Baven, 18 Uhr.

Becke­dorf: Sams­tag, 16. April, 18 Uhr, auf dem Grill­platz, Dorfjugend.

Lut­ter­loh: Sams­tag, 16. April, 18 Uhr, Oster­feu­er­platz Theer­ho­fer Weg, Schützenverein.

Olden­dorf: Sams­tag, 16. April, 17 Uhr, Acker im „In der Vier­loh“, Dorfgemeinschaft.

End­lich wie­der mög­lich: das Tra­di­tons­er­leb­nis “Oster­feu­er” – mit Bekann­ten, Freun­den oder Nach­barn schna­cken, eine Brat­wurst dabei essen und ein Bier­chen oder Soft­drink trin­ken und dabei den Win­ter ver­trei­ben und den Früh­ling ein­läu­ten. Die­ses Jahr fühlt es sich nach der Coro­na-Zwangs­pau­se bestimmt ein biss­chen wie auf­at­men an.

Oster­feu­er: Bedeu­tung und Ursprung
Oster­feu­er haben eine lan­ge Tra­di­ti­on. In vie­len Orten wird ein Oster­feu­er von Ver­ei­nen orga­ni­siert, zum Bei­spiel von der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr. Dabei wer­den Baum- und Strauch­schnit­te meist meter­hoch auf­ge­türmt und schließ­lich ent­zün­det. Oft­mals wer­den hier­für im Ort die alten Weih­nachts­bäu­me ein­ge­sam­melt. 
Der Brauch des Oster­feu­ers ist seit 1559 offi­zi­ell belegt, hat aber sei­ne Wur­zeln ver­mut­lich schon viel frü­her in der vor­christ­li­chen Tra­di­ti­on (Brand­op­fer). Seit dem 11. Jahr­hun­dert sind die Oster­feu­er auch in Deutsch­land Tra­di­ti­on. Die Chris­ten über­nah­men den heid­ni­schen Brauch und deu­te­ten ihn um. Die vor­christ­li­che Tra­di­ti­on eines öster­li­chen Feu­ers wird zumeist in Nord- und Mit­tel­deutsch­land gefei­ert. Das Oster­feu­er und die bren­nen­de Ker­ze ste­hen dabei als Sym­bol für Jesus als Licht der Welt. Heut­zu­ta­ge sind die Oster­feu­er von den kirch­li­chen Bezü­gen aber teil­wei­se bezie­hungs­wei­se weit­ge­hend davon los­ge­löst – die Feu­er sol­len den Win­ter ver­trei­ben und den Früh­lings­be­ginn einläuten.

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