Am 7. Februar 2021 wird gewählt. Verzichten die Sozialdemokraten auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten bei der anstehenden Wahl in der Südheide?
Eigentlich ist es gelebte demokratische Tradition, dass die SPD im Rahmen der Bürgermeisterwahl einen Kandidaten stellt. Bürger und Bürgerinnen sollen die Möglichkeit einer echten Wahl zwischen mindestens zwei Alternativen haben. Allerdings ist aufgrund des überraschenden, plötzlichen Weggangs von Axel Flader und der daraus resultierenden vorgezogenen Wahl mitten in der Corona-Pandemie laut der SPD-Ortsvorsitzenden Monika Oetke noch alles offen.
Bis zum 4. Januar 2021 können noch Bürgermeisterkandidaten ihre Bewerbung einreichen. Dann läuft die Abgabefrist ab. Es scheint zur Zeit so, als ob die SPD in der Gemeinde auf einen eigenen Kandidaten verzichtet und stattdessen Katharina Ebeling der Bürgermeisterkandidatin der CDU den Rücken stärken will.
Wie aber funktioniert eigentlich eine Wahl mit nur einem Kandidaten?
Wie funktioniert eigentlich eine Bürgermeisterwahl mit nur einem Kandidaten? Wie viele Stimmen braucht er bzw. sie und was passiert, wenn der Kandidat mehr Nein-Stimmen bekommt? Wie läuft das ganze allerdings ab, wenn es nur einen Kandidaten gibt, Dazu haben wir den Gemeindewahlleiter für die Südheide, Stefan Isler, gefragt.
Wie stimmen Wähler bei der Bürgermeisterwahl mit nur einem Kandidaten ab?
Der Bürgermeister wird nach den Grundsätzen der Mehrheitswahl gewählt. Jeder Bürger hat nur eine Stimme. Tritt – wie bei uns in der Gemeinde Südheide – im Februar 2021 nur ein/e Bewerber/in an, enthält der Stimmzettel die Ankreuzmöglichkeiten „Ja“ oder „Nein“. Eine Möglichkeit zur Enthaltung gibt es nicht, so Stefan Isler.
Was genau heißt das dann für die Kandidatin Katharina Ebeling?
Katharina Ebeling wäre als Bürgermeisterin gewählt, wenn sie mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten hat. Eine Stimme mehr reicht dabei aus.
Was würde passieren, wenn eine Mehrheit mit Nein stimmt?
Wird die erforderliche Mehrheit nicht erreicht, also stimmen mehr Wähler mit „Nein“ als mit „Ja“ oder besteht Stimmengleichheit, dann ist sie nicht gewählt. Das bedeutet, es würde zu einer neuen Wahl kommen und neue Kandidaten könnten sich bewerben. Für diesen sicher eher unwahrscheinlichen Fall und beim erneuten Verpassen der Mehrheit an Ja-Stimmen, wäre das Prozedere erneut zu wiederholen.
Einzige Wahlkandidatin wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Bürgermeisterin!
Mit Katharina Ebeling steht die neue Bürgermeisterin der Gemeinde Südheide quasi schon vor der Wahl fest, denn sie ist zum Zeitpunkt die einzige Kandidatin. Sofern die jetzige Bauamtsleiterin der Gemeinde Südheide mehr Ja- als Nein-Stimmen erhält, ist sie gewählt. Das dürfte zu schaffen sein.





